Wappen  Familienforschung Gehri - Seedorf (BE) Seedorf



Karl Gehri (1850-1922)
 

GEHRI KARL (Carl) Samuel, Maler und Illustrator, geboren am 25. Juni 1850 in Kirchenthurnen (BE), Sohn des Christian Gehri und der Elisabeth geb. Stutzmann. 1880 heiratete Karl Gehri die Witwe des Wirtes Christian König aus Oberlindach, Frau Elisabeth König geborene von Büren. Zu den drei Kindern, welche sie in die Ehe brachte, gesellten sich im Laufe der Jahre sieben weitere dazu. Darunter die weitherum bekannt gewordenen Vierlinge (zwei Mädchen und zwei Knaben) und Franz Gehri, der später ebenfalls Kunstmaler wurde. Von 1886 bis zu seinem Tod am 8. Juni 1922 wohnte und arbeitete Karl Gehri in Münchenbuchsee (BE).

Karl Gehri hat seinen Weg zum Künstler im wesentlichen als Autodidakt suchen und finden müssen, denn nur in zeitlich knapp bemessenem Rahmen genoss er künstlerischen Unterricht: 1872/73 drei Monate an der Kunstschule in Bern, wo unter anderem Friedrich Dietler, ein anerkannter Porträtist, sein Lehrer war. Oder im Winter 1882/83 als er in München die Malschule des Schweizer-Malers Konrad Grob besuchte. Durch emsiges Kopieren von Meisterwerken in der Münchner Pinakothek ergänzte er diese Studien wie auch durch Reisen nach Paris und Italien. Dank seinem disziplinierten Arbeitswillen und seiner raschen Auffassungsgabe konnte sich Karl Gehri bereits früh ein reifes Können als Maler erarbeiten.

"Ich male nur, was ich sehe", schrieb er 1896 und bekannte sich damit zur Malerei des Realismus. Als Realist fühlte er sich zur naturnahen Schilderung der ihm umgebenden Wirklichkeit verpflichtet, wobei ihn vorallem der Mensch zum künstlerischen Schaffen anregte. Der Portraitmalerei schenkte er während seines ganzen Lebens besondere Aufmerksamkeit. Vor allem seine Bildnisse älterer Menschen sind stark von einfühlender Anteilnahme am Schicksal der Armen und Verlassenen geprägt. In Genreszenen gelingen ihm überzeugende Lösungen, in denen Menschen und Umgebung zur stimmungsmässigen Einheit verschmelzen. 

Daneben beschäftigte er sich mit Fahnenmalerei und Gebrauchsgrafiken, schuf Illustrationen für schweizweit verbreitete Kalender und namentlich zu den Werken des Jeremias Gotthelf für den Verlag Fréderic Zahn in La Chaux-de-Fonds. Mit seinen Illustrationen in den neuen Gotthelf-Ausgaben befand er sich in guter Gesellschaft, arbeiteten doch auch Albert Anker, Hans Bachmann, Benjamin Vautier und Eugène Burnand für die Zahnsche Ausgabe mit. Weit herum waren auch seine „Bärenkarten“ bekannt, auf denen ein Bär bernische Eigenschaften glossierte. Gehri begleitete diese Zeichnungen mit treffenden, selbsterdichteten Versen.

Viele seiner Bilder befinden sich in Privatbesitz. Über mehrere Werke verfügt u.a. das Kunstmuseum Bern, die Einwohnergemeinde Münchenbuchsee (Sammlung Alt Buchsee) sowie die Nachkommen des Künstlers.

                         Falls Sie mehr über den Karl Gehri wissen möchten oder eventuell sogar selber im Besitze eines Gemäldes des Kunstmalers sind, bitte ich um
                         Kontaktaufnahme:  Im Zusammenhang mit einer Dokumentation über das künstlerische Schaffen von Karl Gehri bin ich dankbar für Hinweise.

© 2007-2008 René Gehri, CH-3053 Münchenbuchsee