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Familienwappen
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Heraldik
Im
Staatsarchiv des Kantons
Bern sind die obigen beiden Familienwappen hinterlegt (links=Abb.1 /
rechts=Abb. 2).
Das linke Wappen
wurde im Staatsarchiv 1935 notiert aufgrund einer Mitteilung vom
damaligen
Amtsrichter Gehri aus Frutigen. Abb. 2 stellt
einen (Gegen-)Vorschlag des Staatsarchivs ebenfalls aus dem Jahr 1935
dar.
Zur angewendeten
Symbolik
Wurfspeer /Lanze: Die
Wurfspeere könnten in Verbindung
mit dem altgermanischen Wurfspeer „Ger“ stehen.
Hält man an dieser Grundlage fest –
und zieht man in Betracht, dass der „Ger“
ein
einzackiger Speer ist – kann der in Abb.2
dargestellte dreizackige
„Neptunspeer“ im Familienwappen als
(Gegen-)vorschlag nicht ernst genommen werden.
Boden
(dreiblättriges
Kleeblatt): Dieses
Symbol steht üblicherweise für
„Landbesitz“. Keine weiteren Erkenntnisse.
Hintergrund:
Ist einfarbig und
schlicht. Es gibt keinerlei
„Schnörkeleien“. Auch hierzu
würde sich bestimmt
eine Herleitung finden lassen, für mich als Nicht-Heraldiker
ist jedoch auch dies noch sehr
unklar.
Kommentar
zu den
verwendeten Farben (F) und Metallfarben (M) :
Gemäss den Grundlagen der Heraldik darf in einem Wappen nie
Farbe auf Farbe
stossen, was bei der Abb.1 der Fall ist (rot/blau). Ebenso
dürfen sich
Metallfarben (silber/gold) nicht berühren (weiss/gelb). Somit
ist
Abb.1 nach den Regeln der Heraldik nicht
möglich. Wahrscheinlich
entstand aus diesem Grunde auch der (Gegen-)Vorschlag des Staatsarchivs
(Abb.2). Auf der anderen Seite ist zum Beispiel auch das Kantonswappen
des
Kantons
Tessin „heraldischer Unsinn“.
Und trotzdem gibt es das Wappen und bisher keine
Tendenz, es ersetzen zu wollen...
Fazit: Mangels
weiterer Erkenntnisse über eine (weitere) Verwendung
des Familienwappens,
bleibt für mich
- wenn überhaupt etwas - der Vorschlag vom
Frutiger Amtsrichter Gehri als
Familienwappen im
Vordergrund.
--> (Linksstehende
Abbildung: Familienwappen, gemalt von Franz Gehri im
Jahr 1936)
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